Audacity Tutorial: Der Kompressor

Der Effekt „Kompressor“ in Audacity ist ein sehr nützliches Werkzeug bzw. ein nützlicher Effekt, wenn man eine Tonaufnahme gleichmäßiger gestalten möchte, dabei aber nicht die Dynamik verlieren möchte. In diesem Tutorial stellen wir dir den Kompressor (bzw. den Dynamikkompressor) vor, zeigen dir die Einstellungen und erklären dir, wie der Kompressor in Audacity funktioniert.

Der Kompressor ist ein Effekt, der schon kostenlos mit Audacity mitgeliefert wird. Wer Tonaufnahmen macht, beispielsweise einen Podcast oder einen Screencast, der sollte den Dynamikkompressor in Audacity verwenden, um eine gleichmäßige Tonspur zu generieren, ohne dabei die Dynamik der Aufnahme, also die unterschiedlichen Lautstärken der Töne, komplett zu verlieren.

Audacity Tutorial: Den Kompressor einstellen

Bevor wir den Kompressor nutzen, müssen wir natürlich erst einmal wissen, was der Kompressor eigentlich bewirkt und wozu er überhaupt da ist. Im Endeffekt ist es ganz einfach erklärt: Der Kompressor sorgt dafür dass laute Stellen leiser werden und leise Stellen lauter werden. Das gute ist, dass es sich hier um einen Dynamikkompressor handelt und dieser eben auch die Dynamik berücksichtig. Das Endergebnis aus dem Effekt ist also nie ein monotones, sondern ein dynamisches.

Audacity: Kompressor einstellen Tutorial

Wenn wir uns die Einstellungen vom Kompressor in Audacity mal genauer ansehen, werden wir merken dass es einige Dinge gibt, die wir einstellen können. Insgesamt 5 Punkte gibt es die wir im Kompressor einstellen können:

  • Grenzwert
  • Nebengeräusche
  • Verhältnis
  • Ansprechzeit
  • Abklingzeit

Unsere Audacity TutorialsAlle diese 5 Punkte ergeben letztendlich den Kompressor. Das gute ist, dass wir alles separat einstellen können und so immer ein individuelles Ergebnis erhalten. Natürlich gibt es – und dass möchten wir an dieser Stelle anmerken – keine Einstellungen die sich auf jede Aufnahme anwenden lassen. Die Einstellungen können von Stimme zu Stimme variieren. Aber: Wir sind bisher immer sehr gut mit den Standardwerten gefahren, da sie die typischen Einstellungen für einen Dynamikkompressor sind. Doch was bewirken bzw. bedeuten die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten im Audacity Kompressor?

Der Grenzwert

Der Grenzwert ist die Lautstärke, ab dem die Aufnahme abgeschnitten wird. Stellen wir -8dB ein, so wird alles was lauter als 8 dB ist, gedämpft.

Nebengeräusche

Nimmt man Beispielsweise einen Screencast auf, kann man oft das Klicken der Maus oder die Tasten der Tastatur hören. Alles was unter dem eingestelltem Wert ist, wird abgeschnitten. Besonders gut geeignet für Lets Player (Gaming-Youtuber) oder eben Screencaster.

Verhältnis

Das Verhältnis beschreibt das Verhältnis in dem deine Audio abgeschnitten wird. Je höher das Verhältnis in Audacity eingestellt wird, desto monotoner wird deine Aufzeichnung.

Ansprechzeit

Wenn du Peaks in deiner Aufnahme hast, also zwischendurch plötzlich ganz laut gesprochen hast, dann muss Audacity auch wissen, ab wo geschnitten werden soll. In der Regel lässt man den Kompressor einen ganz kurzen Augenblick warten bis er greifen und runterregeln soll.

Abklingzeit

Im Endeffekt genau das gleiche wie die Ansprechzeit, nur gibst du dem Dynamikkompressor von Audacity hiermit an, wann er abklingen soll mit dem runterregeln deines Peaks. Hast du nach deinem hohen Peak eine leise stelle, wird diese natürlich auch davon betroffen. Unser Tipp: Auf 1 Sekunde lassen!

Wir finden die Grundeinstellungen des Kompressors schon in Ordnung. Allerdings sollte jeder auch mal mit dem Kompressor gearbeitet haben und ein wenig ausprobieren. Ein weiterer Tipp von uns: Das Häkchen bei „Anhebung auf 0dB nach komprimieren“ setzen. Damit wird 0dB zur lautesten Stelle – und das ist vollkommen in Ordnung so!

Audacity Tutorial: Kompressor nutzen und nicht vergessen

Das Icon von AudacityWir empfehlen, dass man nach jeder Aufnahme den Kompressor nutzt um so die Aufnahme sauberer klingen zu lassen, ohne die Dynamik zu verlieren. Das schöne ist, dass man so von der Lautstärke her immer in einem Bereich bleibt, trotzdem aber noch laute und leise Stellen hat, die man aber nicht mehr extrem wahrnimmt und auch keinen Regler mehr zum Anschlag bringen. Die Aufnahme wird durch den Kompressor einfach sauberer und klingt besser.

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