DJ Mixer

Zu jedem guten DJ-Set gehört auch ein DJ-Mixer, mit dem die Decks „verbunden“ werden. Der Mixer ist praktisch als Schaltzentrale eines jeden DJs anzusehen und ist genau auf die Bedürfnisse von Discjockeys (DJs) angepasst. Doch auch bei DJ Mixern gibt es beachtliche Unterschiede – nicht nur in der digitalen Zeit! Ein Mixer ist nicht immer gleich ein Mixer, denn hier scheiden sich die Geister: Während die einen auf Club-Mixer mit mehreren Kanälen, digitaler Technik und zusätzlichen Features setzen, setzen viele auf die sogenannten Battle-Mixer, mit denen sich hervorragend battlen lässt. Besonders gefragt sind diese Mixer in der Turntableism-Szene, in der es um schnelle Scratches und Cuts geht, die man mit dem Crossfader hinbekommt.

Der typische Aufbau von einem DJ Mixer

Im Endeffekt sind jedoch alle DJ Mixer fast gleich aufgebaut: Es gibt Kanäle an denen externe Quellen wie Turntables oder CD-Player angeschlossen werden können, einen Equalizer, Linefader, einen Crossfader und das Ausgangs-Signal. Was wofür ist, wie ein DJ Mixer aussieht, was es für Unterschiede gibt und noch mehr, findet ihr auf dieser Seite.

Crossfader

Der Crossfader ist der wohl am häufigsten verwendete Fader und ermöglicht es, zwei Tracks ineinander spielen zu lassen, ohne die Linefader zu nutzen. Zudem wird er häufig beim Scratchen verwendet, wo er für Cuts von verschiedenen Tricks genutzt wird. Ein Scratch Tutorial findet ihr ebenfalls auf djtutorial.de. Der Crossfader kann bei modernen Mixern in der sogenannten „Curve“ eingestellt werden. Sie bestimmt, wie der Crossfader die Channel schneidet „cuttet“ und kann individuell angepasst werden.

Linefader

Für jeden Kanal auf einem DJ Mixer gibt es einen Linefader. Am häufigsten werden sie dafür genutzt um die Kanäle der externen Quellen in der Lautstärke zu regeln oder einen Track langsam ausblenden zu lassen. Hiermit steuert man also die Einzelsignale. Einige DJs setzen die Linefader sogar beim Scratchen ein.

Gain

Die Gain-Regler sind Potis (Drehregler), die sich auf dem DJ Mixer drehen lassen. Mit ihnen regelt man ebenfalls die Lautstärke bzw. den Pegel des Ausgangs oder des Kanals eines Mixers.

Equalizer

Für jeden Kanal gibt es dann noch einen Equalizer, der bei den meisten DJ Mixern aus einem 3-Band Equalizer besteht. Die drei Bände sind Hightones (hohe Töne), Middletones (mittlere Töne) und Lowtones (tiefe Töne). Jeder 3-Band Equalizer besteht aus drei Potis, mit denen sich die Pegel der einzelnen Bände einpendeln lassen.

Killswitch

Immer mehr Hersteller verbauen auch einen sogenannten Kill-Switch oder eine sogenannte Kill-Funktion auf dem DJ-Mixer. Mit ihm lassen sich die drei Bände einzeln in den Höhen, Mitteltönen oder Tiefen „killen“ also komplett ausschalten und deaktivieren.

Der MIDI-DJ-Mixer von Native Instruments

Besondere Funktionen von einem DJ Mixer

Nicht jeder DJ Mixer ist gleich und vor allem haben nicht alle Mixer die gleichen Funktionen. Hier unterscheiden sich die Mixer dann aber auch in Einsatzgebiet und Zielgruppe. Es gibt bestimmte Funktionen, die eben nicht auf allen Mixern zu finden sind, weil diese auf der bestimmten Art des Mixers nichts zu suchen haben. Folgend haben wir einige spezielle Funktionen aufgeführt, die man nicht auf jedem DJ Mixer findet.

Effekte

Einige Mixer besitzen schon so viel digitale Technik, dass man ihnen Effekte verpasst hat. So können Effekte wie Flanger, Echo oder Beatgrid einfach vom Mixer aus genutzt werden, ohne spezielle Software zu verwenden. Das ist nützlich, weil man eben auch mit herkömmlichen Schallplatten Effekte nutzen kann, was bis zum Einbau der digitalen Effekte in einem DJ Mixer unmöglich war.

Beatcounter

Einige DJ Mixer können auch schon die Beats mitzählen und geben auf einem Display aus, wie viel BPM der aktuelle Track hat. Somit kann der DJ dann noch leichter die Geschwindigkeit der Decks anpassen und einen Übergang vorbereiten.

Talkover-Funktion

Viele DJ Mixer besitzen schon einen Mikrofon-Eingang (Mic-In), mit dem sich dann auch auf der Anlage die an den Mixer angeschlossen ist das Eingangssignal des Mikrofons projizieren lässt. Mit der sogenannten Talkover-Funktion wird dann die Musik automatisch in der Lautstärke gedämpft und runtergergelt, so dass man die Stimme aus dem Mikrofon klar und deutlich hören kann.

Filter

Die neusten DJ Mixer haben auch einen integrierten Filter, mit dem sich Höhen und Tiefen steuern bzw. verstärken lassen. Ganz interessant und im Trend liegen die Bipolaren Filter, wie zum Beispiel der Reloop RMX-80 Digital einen hat. Er steuert den Highpass-Filter oder Lowpass-Filter automatisch je nachdem, wie man ihn nutzen will.

Verschiedene Arten von DJ Mixern

Es gibt die verschiedensten DJ Mixer, die auch für verschiedenste Einsatzgebiete genutzt werden können. Doch nicht nur im Einsatzgebiet und in den Funktionen unterscheiden sich die Mixer. So gibt es zum Beispiel kleinere 2-Kanal Mixer, die nur über 2 Kanäle (Channels) verfügen. Aber es gibt auch DJ Mixer mit 3 Kanälen und 4 Kanälen. So kann man, je nach Eingangs-Signalen die man an den Mixer anschließen möchte, auch in der Größe unterscheiden.

Club Mixer

Die beiden Hauptarten von Deejay-Mixern sind allerdings Club-Mixer und Battle-Mixer. Der Unterschied zwischen beiden Mixer-Arten sind Funktionen und Ausstattung. In der Regel werden Club-Mixer in Gastronomischen Umfelder eingebaut, ebenfalls in Discos und Clubs, um lästiges Umstecken zu vermeiden. Sie haben meistens mehrere Kanäle und sind an einer kraftvollen Anlage angeschlossen, um den Club zu beschallen. Auch ein Mikrofon-Eingang gehört zum Standardeines Club-Mixers, damit auch Ansagen gemacht werden können. Auffällig: Die meisten Club-Mixer sind sehr Digital und haben Funktionen wie Effekte und  teilweise sogar Samples integriert.

Ein typischer und beliebter Clubmixer von Pioneer

Battle-Mixer

Ein Battle-Mixer von VestaxBattle-Mixer sind weniger als Club-Mixer ausgestattet und aufs Battlen optimiert.

Hier geht es vor allem um das Turntableism und Juggling.

Deswegen sind sie auch auf das nötigste Beschränkt: Wenige Kanäle, Linefader, 3-Band Equalizer und einen Crossfader.

Besonderes Merkmal: Die Crossfader sind besonders Robust, langlebig und sehr leichtläufig.Nur so können schnelle Cuts beim Scratching realisiert werden.

Zudem sind in der Regel die Bauteile eines Battle-Mixers austauschbar und separat beim Händler erhältlich.

Was muss ein DJ Mixer können?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Viel mehr muss jeder wissen, wofür der DJ Mixer gebraucht wird: Wenn man eher Scratchen und „Battlen“ möchte, sollte man definitiv zu einem Battle-Mixer greifen. Wer lieber Club-Mixes erstellen möchte, setzt auf einen Club-Mixer und wird damit seine Freude haben. In der Regel macht man aber mit einem Club-Mixer nichts falsch.

Was man aber sagen kann ist, dass man vorher schauen muss, wie viele externe Quellen an den Mixer angeschlossen werden sollen. Dementsprechend muss man dann einen Mixer mit entsprechend vielen Kanälen wählen.

Anschließend kann man noch schauen, ob man einen MIDI-Mixer nutzen möchte, also einen DJ Mixer, der MIDI-Signale verstehen und aussenden kann oder ob diese Funktion nicht gebraucht wird. MIDI-Mixer haben meistens Effekte und weitere digitale Funktionen, die man beim Mixing (Auflegen) nutzen kann.

Wie sieht ein klassischer DJ Mixer aus?

Wenn man sich die DJ-Mischer genau anschaut, fällt einem eins auf: Der Aufbau und die Struktur eines DJ-Mixers ist immer fast gleich und sich immer sehr ähnlich. So hat man von oben nach unten folgenden Aufbau:

  • Gain-Regler
  • 3-Band Equalizer
  • Linefader & Levelmeter
  • Crossfader

Der Crossfader befindet sich aus Komfort-Gründen an der unteren Stelle. Hier muss der DJ nicht mitten ins Pult greifen, sondern kann einfach und bequem, ohne Gefahr zu laufen einen anderen Parameter zu verstellen, die Decks ineinander mischen oder eine Deck und somit auch einen Track ausblenden. Die Linefader sind oberhalb vom Crossfader angebracht, um eine Struktur in den DJ Mixer zu zu bekommen: Oben die Drehregler („Potis“), unten die Fader. Außerdem werden die Fader häufiger gebraucht als die Potis und sollten daher ebenfalls aus Komfort-Gründen unter den Drehreglern angebracht werden.

Über den Linefadern sind die angesprochenen Drehregler. In der Regel und auf über 99% der DJ Mixer sind erst die Drehregler für den Equalizer angebracht. Und das immer in der gleichen Reihenfolge: Hohe Töne, Mittlere Töne, Tiefe Töne (von oben nach unten). Somit sind alle DJ Mixer in diesem Aufbau des Equalizers gleich und eine einfache Bedienung bei einem Wechsel des Mischers ist gegeben.

Oberhalt des Equalizers ist dann in der Regel der Gain-Regler, mit dem sich die Lautstärke für das Ausgangssignal eines jeden Kanals, aber auch des Main-Ausgangs einstellen lässt.