DJ werden Tutorial 2: Das Equipment

Wenn du DJ werden möchtest, brauchst du Equipment wie Turntables, CD-Player oder einen DJ-Controller. Aber das ist noch nicht alles, denn nur mit den externen Geräten alleine lässt sich noch lange keine Musik auflegen – nur steuern. Du brauchst noch einen Mixer, Medien wie CDs oder Schallplatten, Kopfhörer und vielleicht einen Laptop. Was du an Equipment benötigst um DJ werden zu können, erfährst du in diesem Tutorial.

Das Equipment: Deine Schaltzentrale

Das wichtigste vom DJ ist sein Equipment: Hiermit steuert der DJ seine Musik, legt auf, wechselt zu einer anderen Musik und lässt die Menschenmasse richtig abgehen. Ohne DJ-Equipment läuft nichts. Aber hier gibt es die verschiedensten Gerätschaften, mit denen sich auflegen lässt: Während die einen DJs das Vinyl-Feeling behalten möchten und mit Turntables, Schallplatten oder einen DVS (Digital Vinyl System) Musik auflegen, gibt es die anderen, die sogenannten Digital-DJs, die eben mit CD-Player oder DJ-Controller mixen.

Jeder der DJ werden möchte, muss für sich entscheiden welches Equipment er nimmt und womit er seine Musik auflegt. Wichtig dabei ist, dass man hinter seiner Entscheidung steht und sein Equipment beherrscht.

Auflegen mit Turntables

Turntables, also Schallplattenspieler, sind die wohl bekanntesten externen Geräte um Musik zu mischen. Sie sind aber auch die ältesten und verschwinden immer mehr aus den Clubs. Denn: Schallplatten sind Out, nehmen zu viel Platz weg und kosten jede Menge. Im Vergleich zu MP3s die man sich für kleines Geld auf Portalen wie Beatport runterladen kann sind Schallplatten mit nur ein paar Tracks pro Platte – meistens sogar nur ein paar Remixe – sind Schallplatten mit einem Preis von rund 5-9 Euro pro Vinyl recht teuer. Zudem muss man immer sehr viele mit in den Club oder zu seinem Gig nehmen um entsprechend viele Tracks auflegen zu können.

Eine einfache und simple Lösung ist das Digital Vinyl System (kurz: DVS). Hierbei hat man nur zwei Schallplatten, sogenannte Timecodes, die einen Piep-Ton an das Audio-Interface weiterleiten und das an die Software. In der Software wie Traktor Scratch Pro werden Tracks in MP3 hinzugefügt, welche sich nun mit den digitalen Schallplatten steuern lassen. Ein echtes Vinyl-Feeling kommt auf.

Ein weiteres Contra für Turntables ist aber die Mobilität: Sie sind schwer, nehmen viel Platz weg. Wer sein Equipment mit auf einen Gig nimmt, muss schwer tragen – und da kommen dann neben den Turntables noch viele weitere Dinge zu, die mit müssen. Wer auf die Ausrüstung im Club hofft, wird sich bald umschauen, da immer weniger Turntables in den Clubs stehen.

Der Reloop RP-8000

CD-Player

Nach den Turntables kamen die CD-Player, die eine erste Digitalisierung vorangetrieben haben. Mit den CD-Playern kann man statt mit Schallplatten mit CDs auflegen, die sich einfach in die Player schieben lassen. Immer mehr Clubs setzen auf die modernen Geräte, da man hier auch MP3-CDs einlegen kann und somit mit nur noch sehr wenigen CDs als DJ auskommt. Außerdem ist die Steuerung für viele DJs einfacher, da man hier nicht mehr großartig viel selber machen muss, sondern für so gut wie alles eine Taste zur Verfügung steht.

Auch für CD-Player gibt es ein DVS, wobei man hier nicht von einem Digital Vinyl System sprechen kann, da man die Schallplatten ja nicht in digitaler Form hat, sondern Timecode-CDs nutzt, die das gleiche machen wie eine Timecode-Schallplatte: Einen Piep-Ton an die Software senden, mit der man dann die MP3s vom Computer steuern kann.

Der große Vorteil von CD-Playern für DJs ist, dass sie kleiner sind, nicht viel Platz wegnehmen und auch leichter als ein Turntable sind. Zudem kann man hier mit Knopfdruck schon viel Regeln und nur noch sehr wenig verkehrt machen.

DJ-Controller

Einige DJs setzen auch auf die DJ-Controller, die einfach via USB an den Computer angeschlossen werden und eine Software steuern. Ein DJ-Controller enthält wichtige Elemente vom DJ-Equipment: Meistens zwei Decks, einen Mixer und ein Audio-Interface mit dem sich eben die Software steuern lässt.

Sie sind klein, leicht und haben viele Funktionen, die Mixer und Decks miteinander vereinen. Man muss keine Medien mehr mit sich rumtragen außer die MP3-Tracks auf der Festplatte des Laptops. Schnell noch ein Headset anschließen und schon kann das digitale Auflegen auch im Club losgehen. Vorteil: Sie sind sehr mobil und können schnell und einfach überall angeschlossen werden.

Traktor Kontrol S4 MK2

Der DJ-Mixer

Wenn man nicht gerade auf einen DJ-Controller setzt braucht neben seinen Schallplattenspielern oder CD-Playern noch einen DJ Mixer mit dem er die beiden Decks zusammen mischen kann. Ein DJ Mixer besteht aus verschiedenen Elementen: Einem Crossfader, Linefadern, Equalizern (meistens 3 Wege Equalizer), Gain-Regler und je nach Ausstattung auch einer FX-Section für Effekte und vielem mehr.

Auf unserer Info-Seite zum Thema DJ Mixer findet man viele Funktionen, Ausstattungen und die verschiedenen Typen von Mixern, von denen man zwischen seinen zwei Turntables oder zwei CD-Playern einen stehen haben muss. Mit ihm kann die beiden Decks ineinander mixen oder Übergänge gestalten.

Reloop RMX-80 Digital

Das Headset

Mit dem Headset hörst du vor, also hörst du den Track, der noch gar nicht im Club zu hören ist. So kannst du schauen, wo du einsteigst, ob er von der BPM (Beats per Minute) passt und wie weit der Track schon ist. Es ist wichtig dass dein Headset einen klaren Klang hat, aber auch Laut ist, denn in vielen Clubs kann es schonmal ganz schon Laut werden, so dass dein Headset laut genug sein sollte, um nicht unterzugehen. Schließlich musst du ja hören, was gerade Sache ist.

Zudem ist es wichtig, dass du zufrieden mit deinem Headset bist und es auch eine ganze Nacht auf dem Kopf tragen kannst, ohne dass es auf dem Kopf oder an den Ohren schmerzt. Die einen mögen es, wenn es drückt, die anderen, wenn es locker sitzt. Deswegen einfach mal ausprobieren und schauen, welche dir zusagen.

Die DJ-Software

Wenn du nicht gerade mit echten Schallplatten (oder CDs) auflegst, nutzt du eine DJ-Software. Die einen stehen voll auf Native Instruments Traktor, die anderen auf Serato, die anderen schwören auf Spin! von Reloop. Hier musst du schauen mit welcher Software und welchem Equipment du auflegst und ob du mit der Software zurecht kommst. Bevor du in einem Club auflegen wirst, hast du ja noch genug Zeit zum ausprobieren.

Traktor Scratch Pro Tutorials

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