Musik selber mixen: Wie geht das?

Aufnehmen mit echten Vinyls und CDs

Oft fragen sich Personen, die weniger Ahnung vom DJing haben, wie sie Musik selber mixen können. Das ist gar nicht so schwer, denn man benötigt nur die passende Software, mit der sich zwei Musikstücke gleichzeitig, aber auf getrennten Kanälen abspielen lassen. Aber es geht noch weiter: Wenn du nicht nur mit einer Software und mit deinen normalen PC-Eingabegeräten Musik selber mixen willst, kannst du dir auch Equipment kaufen und mit einem sogenannten DJ-Controller – beispielsweise – auflegen. Wir möchten dir zeigen, was du brauchst wenn du Musik selber mixen möchtest.

Musik selber mixen – nur mit Software

In diesem Teil unserer Beschreibung wie du Musik selber mixen kannst erklären wir dir, wie du selber die Musik mixen kannst, allerdings nur mit Software. Das heißt: Wenn du hier weißer ließt empfehlen wir dir Software für die du kein Geld ausgeben musst und auch kein zusätzliches DJ-Equipment wie DJ-Controller benötigst.

Mixxx

Eine sehr gute Software für Windows und Mac ist „Mixxx“. Diese kann man sich für beide Systeme einfach kostenlos aus dem Internet laden und direkt nutzen. Das schöne ist, dass sie mit sowie ohne externen Geräten funktioniert und auch mit Maus und Tastatur sowie Shortcuts zur einfacheren Bedienung funktioniert. Mit Mixxx lässt sich Musik selber mixen, denn hier findet man zwei Decks, einen Mixer mit vielen Funktionen und sogar Remix-Decks.

Mixxx: Gut geeignet zum Musik selber mixen

Die Bedienung der Software ist wirklich easy und bietet einen guten Überblick, auch wenn die Optik nicht der Knaller ist. Davon mal abgesehen: Mixxx ist vollkommen kostenlos und wird es auch bleiben. Neben der Steuerung via Maus und Tastatur kann man die Freeware auch noch mit einigen Digital Vinyl Systems (DVS), DJ-Controllern und MIDI-Controllern steuern – wenn man mag.

Virtual DJ zum Musik selber mixen

Ganz beliebt ist die Software „Virtual DJ„. Diese gibt es in verschiedenen Versionen, wobei die verbreiteste wahrscheinlich die kostenlose „Home Edition“ ist. Hierbei handelt es sich um eine in der Funktionalität stark reduzierte Version der Pro-Edition.

Virtual DJ: Guter Einstieg zum Mixxx: Gut geeignet zum Musik selber mixen

Virtual DJ Free kann man Beispielsweise nicht durch externe Geräte steuern, was aber kein Problem ist, denn auch das Musik selber mixen via Maus und Tastatur – ebenfalls mit Shortcuts möglich – ist einfach. Die Software ist übersichtlich aufgebaut, bietet einige Funktionen wie Loops, Cues und Effekte und hilft dir auch beim Einstieg ins DJing und dem Musik selber mixen.

CrossDJ Free

Mit CrossDJ hat Mixvibes ein eigenes DJ Programm auf den Markt gebracht, welches recht großen Anklang gefunden hat. Mit der kostenlosen Version hat sich Mixvibes in einen Markt getraut, der hart umkämpft ist. Doch mit dem Markennamen und der Bekanntheit kann man dann auch schonmal in den Markt der kostenlosen DJ-Softwares vordringen.

Die Free-Edition von CrossDJ gibt es für Apple Mac und auch für Windows-Computer und lassen sich auf der Hersteller-Seite herunterladen. Mac-User haben aber auch die Möglichkeit die App aus dem Apple AppStore zu beziehen und sich dort kostenlos herunterzuladen.

Bei CrossDJ Free handelt es sich um eine abgespeckte Version der professionellen Software, die in der Nutzung viel Spaß macht. Leider ist eine Bedienung der Software mit externen Geräten nicht möglich, was aber kein Problem ist. Da die Software recht übersichtlich und nicht zu überladen ist, kann man auch mit Tastatur und Maus Musik selber mixen.

Musik selber mixen mit externen Geräten

Jetzt kommen wir zur Königsdisziplin: Das Musik selber mixen mit externen Geräten. Wer in der digitalen Welt bleiben will, braucht natürlich hier auch die „Verbindungsstücke“. Wir zeigen euch wie man Musik selber mixen mit externen Geräten kann, welche Möglichkeiten es gibt und was alles benötigt wird.

Mixen mit Turntables

Ein typisches Turntable mit dem man Musik selber mixen kannAltbekannt aber leider sieht man sie immer seltener: Die guten alten Turntables, auch bekannt als „Schallplattenspieler“ oder „Teller“. Mit Turntables kannst du einmal „analog“ und einmal „digital“ Musik selber mixen. Wie das geht? Einfach!

Analog

Analog funktioniert das Musik selber mixen sehr einfach: Plattenspieler an einen Mixer klemmen, der wiederum mit einem Soundsystem verbunden ist. Benötigt werden hier auch noch Schallplatten. Je mehr Musik du selber mischen willst, desto mehr Schallplatten brauchst du auch. Ein Nachteil ist, dass immer weniger Schallplatten gepresst werden, weil sie sich nicht mehr so gut verkaufen wie vor Jahre. Folgende Dinge benötigst du:

  • 2x Schallplattenspieler
  • 2x Tonabnehmer
  • 1x Mixer
  • Schallplatten

Digital

Es geht natürlich auch digital mit Schallplattenspielern zu mixen. Einmal funktioniert dass über einen USB-Stecker der am Turntable vorhanden ist, wobei es hier noch keine wirklich guten Geräte gibt, die Leistung und USB in einem haben. Die bei den DJs beliebtere Variante zum Musik selber mixen ist die Nutzung eines Digital Vinyl Systems. Hierbei wird eine Timecode-Schallplatte abgetastet, die einen Piepton ausgibt. Dieser wird in ein Audio-Interface geleitet, welches mit dem Computer verbunden ist. Es erkennt, wie die Bewegung der Timecode-Schallplatte ist und wie schnell sie läuft. Das ganze errechnet die DJ-Software (zum Beispiel: Traktor Scratch Pro von Native Instruments) und gibt das Audio-Signal an das Audio-Interface aus, welches das Signal zum DJ-Mixer weiterleitet. Von dort aus werden die Kanäle gesteuert und das Audio-Signal gelangt zum Master-Out, also in die Musikanlage. Folgendes brauchst du, wenn du mit einem DVS Musik selber mixen willst:

  • 2x Schallplattenspieler
  • 1x DVS (Timecode-Schallplatten, Audio-Interface)
  • 1x DJ-Software
  • 1x Mixer
  • 2x Tonabnehmer

Mixen mit CD-Playern

Musik selber mixen mit CD-PlayernIn der digitalen Zeit sind wir DJs auch schon mit CD-Playern ausgestattet. Doch diese geben auch nicht nur CDs aus, sondern können auch MP3s. Das schöne daran: Moderne CD-Player können auch andere Medien wie USB-Sticks oder Speicherkarten lesen und ausgeben. Doch auch hier gibt es die Möglichkeit mit einem DVS zu mixen. Wir erklären schnell und bündig beide Wege.

Musik selber mixen mit CDs

Wenn du mit CDs mixen willst, brauchst du gar nicht mal so viel. Es ist eher der Standard, den du hier benötigst. Trotzdem bist du – egal ob du mit einem DVS oder nicht – Musik selber mixen willst, schon im digitalen Zeitalter angekommen. Viel mehr Funktionen stehen dir zur Verfügung, viel mehr Modifikationen der einzelnen Tracks. Doch du benötigst folgendes:

  • 2x CD-Player
  • 1x Mixer
  • CDs

Mixen mit DVS und CD-Player

Natürlich gibt es auch Systeme für CD-Player mit denen du MP3s von deinem Laptop selber mischen kannst. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den Turntables: Ein Signal wird von den Timecode-CDs über ein Audio-Interface in den Laptop oder PC geroutet, wird dort erkannt und verarbeitet. Das Audio-Signal vom Titel gelangt dann über das Audio-Interface in den Mixer und von dort in deine Lautsprecher. Wenn du via Timecode-CDs deine Musik selber mixen willst, brauchst du:

  • 2x CD-Player
  • 1x Mixer
  • 1x DVS (Timecode-CDs, Audio-Interface)
  • 1x DJ Software

Musik selber mixen mit einem DJ-Controller

Die letzte Möglichkeit deine Musik selber zu mixen über ein externes Gerät ist der DJ-Controller. Dieser wird einfach in der Regel über einen USB-Anschluss an deinen Laptop oder PC (oder Mac) angeschlossen. Die Software erkennt alles automatisch und schon kannst du deine Musik selber mixen – mit einem DJ-Controller, der meistens zwei Decks besitzt, einen integrierten Mixer, eine Control-Section mit vielen Pads die man selbst triggern kann und einiges mehr. Wenn du mit einem DJ-Controller auflegen willst, brauchst du nur folgendes:

  • 1x DJ-Software
  • 1x DJ-Controller

Das war es dann eigentlich auch mit den Möglichkeiten wie du deine Musik selber mixen kannst. Wir empfehlen für den Einstieg immer die Nutzung der Software ohne externes Gerät, da man sich dieses meistens kaufen muss und nicht gerade günstig ist. Wenn du dann immer noch Interesse daran hast deine Musik selber mixen kannst du dir externe Geräte zulegen.

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