Scratchen lernen #1: Equipment vorbereiten

Bevor wir das Scratchen richtig lernen können, brauchen müssen wir unser Equipment vorbereiten, falls noch nicht geschehen. Merkt euch: Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit alles glatt läuft. Glatt laufen ist ein gutes Wort: Beim Scratchen werden die Schallplatten Vor und Zurück bewegt, weshalb es sinn macht, die Fläche unter den Turntables so glatt wie möglich zu gestalten. Wie das funktioniert, erklären wir in unserem ersten Tutorial aus der Reihe „Scratchen lernen„.

Slipmats vorbereiten

Normalerweise liegen die Slipmats, also die Filzkissen, unter der Schallplatte und direkt auf dem Teller des Turntables. Dieser besteht aus Metall und bietet so eine glatte Basis für unsere Slipmat. Allerdings geht es noch besser und zwar mit einer Plastikfolie. Diese sorgt dafür, dass es noch „rutschiger“ ist und die Schallplatte leichter bewegt werden kann.

Plastikfolie auf die Teller, damit es besser rutscht

Diese schneidet ihr wie auf dem Bild zu sehen in einem Kreis in der Größe einer Schallplatte. Hierbei kann eine Platte natürlich auch als Schablone dienen. Anschließend kommen diese nur noch auf den Teller, also unter die Slipmat. Wer schonmal testen mag, kann schauen, wie rutschig der Spaß jetzt geworden ist: Slipmat drauf, Schallplatte auflegen und schon merkt man, wie leicht sich die Schallplatte für das Scratchen bewegen lässt.

Die Nadel

Die Nadel ist beim Scratchen ebenfalls ein wichtiges Instrument, denn sie nimmt den Ton auch während des Scratchings von der Schallplatte ab und überträgt diesen. Jetzt muss man unterscheiden: Nutzt man ein Headshell oder ein Concorde-System? Bei einem Concord-System kann man diesen Part getrost überspringen, da man diese nicht mehr einstellen kann.

Skizze einer Nadeleinstellung

Wer ein Headshell-System nutzt, sollte die Nadel noch richtig auslegen und einstellen. So kann man das Springen der Nadel beim Scratchen unterbinden und somit auch sein Ärgernis über Tonfehler beim auflegen. Die meisten DJs nutzen eine 23°-Einstellung der Nadel beim Scratchen, die wir auch empfehlen.

Nadel richtig einstellen

Der Tonarm

Auch der Tonarm spielt eine wichtige Rolle, da auch er dazu beitragen kann, dass die Nadel beim Scratchen springt und in einer falschen Rille landet. Da dies nicht unser Ziel ist, muss man diesen auch noch einstellen. Das funktioniert aber nur, wenn sich der Tonarm eures Plattenspieles in der Höhe verstellen lässt.

Scratchen lernen: Tonarm richtig einstellen

Der Tonarm sollte parallel zur Schallplatte bzw. zum Schallplattenspieler laufen. Das bedeutet, dass er keine Steigung und kein Gefälle zu einer Seite haben darf. So minimiert sich das Risiko, dass die Nadel zu sehr schwankt und letztlich von Rille zu Rille springt, wenn gescratched wird.

Der Mixer

Auch am Mixer müssen wir kurz etwas einstellen, um das Scratchen lernen zu können: Den Crossfader. Wir scratchen größtenteils mit unserem Crossfader, welcher wiederum auf harte Cuts eingestellt werden muss. Schon bei einer kleinen Bewegung von Rechts nach Links (oder anders herum) muss der Mixer schon den Sound beider Turntables empfangen und ausgeben. Nur so können wir schnelle Cuts und Scratches abliefern.

Crossfader richtig einstellen

Was haben wir gelernt?

Im ersten Tutorial zum Thema „Scratchen lernen“ haben wir gelernt, wie wir unser Equipment richtig einstellen müssen, um erfolgreich das Scratchen zu lernen und die Scratches anwenden zu können. Dabei kommt es auf einen möglichst rutschigen Untergrund an, den wir mit einer Plastikfolie erreichen, es kommt auf die richtige Einstellung der Nadel und des Tonarms an, damit die Nadel nicht springt während des Scratchens und natürlich kommt es auch auf den Mixer an, um schnelle Cuts meistern zu können.

Das ganze als Video

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