Scratchen lernen #2: Die Basics

Der zweite Teil aus der Tutorial-Serie „Scratchen lernen“ hat nun nichts mehr mit dem einrichten des Equipments zu tun, sondern mit den Basic-Scratches. Wer richtig Scratchen lernen möchte, muss die Musik fühlen und Rhythmus im Blut haben. In diesem Teil geht es um die Basics, also um einfache Scratches.

Sucht euch eine Schallplatte eurer Wahl aus (funktioniert natürlich auch mit CDs) und legt diese auf. Sucht euch einen Cue-Point, der sich zum Scratchen eignet. Für dieses Tutorial wurde das „Oh“ aus Nellys „Hot in Here“ genommen. Am besten markiert ihr euch die Stelle, die ihr euch zum Scratchen ausgesucht habt. Dazu eignen sich kleine bunte Sticker am besten.

Schallplatte markiere

Bei manchen Schallplatten gibt es das Problem, dass die Zentrierungslöcher zu groß sind und die Schallplatte deshalb Spiel hat, wenn diese aufgelegt wurde. Hat eine Schallplatte spiel, kann es sein, dass die Nadel nicht in der Rille bleibt und springt. Deshalb ist es vor dem Scratchen wichtig, dass die Schallplatte kein Spiel hat. Besteht das Problem jedoch, gibt es einen kleinen Trick, um das Loch für die Zentrierung zu verengen: Schneidet ein rechteckiges Stück Papier aus, steckt es bis zur hälfte durch das Loch der Schallplatte und klebt beide Enden mit einem kleinen Stück Tesafilm auf dem Label fest.

So verengen Sie das Loch einer Schallplatte

Jetzt lernen wir Scratchen!

Schiebt die Schallplatte zum Scratchen hin und her – natürlich an der von euch markierten Stelle. Es ergibt einen typischen Sound, der beim Scratchen entsteht. Das schöne ist, dass dieser Scratch nicht schwer ist. Ehrlich gesagt ist dieser Basic-Scratch, den wir gerade lernen, der leichteste Scratch.

Er gilt aber nur als Übung und dafür, dass erkannt wird, wie sich die Sounds verhalten, wenn man sie scratcht. Der Ton kann dabei übrigens beeinflusst werden: Wird die Schallplatte schneller nach vorne oder hinten geschoben oder gezogen, wird der Sound höher und „schneller“.

Der gegenteilige Effekt wird erreicht, wenn die Schallplatte langsamer nach vorne oder hinten geschoben wird: Der Sound wird dunkler und „langsamer“.

Legt euch nun ein Instrumental, welches nicht zu schnell ist auf den zweiten Turntable (oder CD-Player) und versucht im Rhythmus zu scratchen. Am Anfang empfehlen wir, nur in einen Rhythmus, bzw. in einer Schnelligkeit zu scratchen. Nur wer sich sicher fühlt und meint, den Schwierigkeitsgrad erhöhen möchte, sollte versuchen, mit schnelleren und langsameren Scratches herumzuspielen.

Macht dies solange, bis euch gefällt was ihr hört. Spielt ein wenig herum und Experimentiert, bis ihr alles erdenkliche versucht habt und der Meinung seid, zu Teil 3 übergehen zu können.

Was haben wir gelernt?

Wir haben gelernt, wie wir das Loch einer Schallplatte verengen können, um das Spiel einer Schallplatte zu unterbinden, und somit auch das Risiko, dass die Nadel in eine andere Rille springt, reduzierten. Zudem haben wir in diesem Teil des „Scratchen lernen“-Tutorials gelernt, wie wir einen Sound auf einer Schallplatte zum Scratchen markieren und natürlich, wie der Basic-Scratch funktioniert.

Andere Teile der Serie „Scratchen lernen“:

Videoversion des Tutorials

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